Heute ist der 8. Mai 2026, und in Genf wird ein ganz besonderes Datum gefeiert. Vor genau 25 Jahren, am 8. Mai 2001, setzte ein mutiges Pionierpaar einen historischen Schritt: Yves de Matteis und Patrick Berguer waren die ersten, die in der Schweiz ihre eingetragene Partnerschaft offiziell besiegelten. Ein Moment, der nicht nur für sie persönlich, sondern für die gesamte LGBTQ+-Gemeinschaft in der Schweiz von großer Bedeutung war. Umgeben von einem Blitzlichtgewitter aus Fernsehteams und Kameras, war dieser Kuss ein wahrhaftiger „Schrei des Herzens“.

Doch so festlich dieser Tag auch war, die rechtlichen Veränderungen, die mit der eingetragenen Partnerschaft einhergingen, waren eher bescheiden. Erbrecht, Steuern und Altersvorsorge – nicht viel hatte sich für die beiden geändert. Dennoch, für de Matteis war die Registrierung eine vollumfängliche Anerkennung durch den Staat, eine symbolische Geste, die in einem Land, in dem Gleichheit oft noch ein ferner Traum war, von enormer Wichtigkeit war. Und Berguer? Der nutzte den Schritt, um sich bei seinen Eltern zu outen – ein mutiger Schritt, der viele Nachahmer fand.

Ein erster Schritt in die richtige Richtung

Aktiv in der Schwulenbewegung, war es beiden ein Anliegen, ein Zeichen zu setzen. Ihre eingetragene Partnerschaft in Genf war der erste Schritt, auf dem später nationale Regelungen aufbauten. 2007 trat diese Partnerschaft schließlich auf nationaler Ebene in Kraft, allerdings nur für gleichgeschlechtliche Paare. Aber es dauerte noch bis zum 1. Juli 2022, bis die „Ehe für alle“ eingeführt wurde, die gleichgeschlechtlichen Paaren volle Gleichstellung gewährte. Dazu gehörten nicht nur das Adoptionsrecht, sondern auch der Zugang zur Fortpflanzungsmedizin – ein großer Fortschritt!

Heute sind de Matteis und Berguer kein Paar mehr und haben auch nie geheiratet. Doch trotz ihrer Trennung betonen sie, wie wichtig es ist, die Ehe für alle zu öffnen. Sie fordern mehr Präventionsarbeit an Schulen, um Belästigungen von homosexuellen Menschen zu bekämpfen. Denn auch wenn die Schweiz in dieser Hinsicht Fortschritte gemacht hat, bleibt das Bild in vielen Ländern der Welt düster. Homosexualität wird weiterhin kriminalisiert – das ist ein Umstand, der sie und viele andere in der LGBTQ+-Gemeinschaft weiterhin bewegt.

Ein Blick in die Zukunft

Die Reise zur Gleichstellung ist noch lange nicht zu Ende. In der Schweiz haben wir zwar viel erreicht, doch der Weg ist steinig. Das Engagement von Menschen wie de Matteis und Berguer ist unerlässlich – sie sind nicht nur Zeugen der Geschichte, sondern auch aktive Gestalter der Zukunft. Während wir heute in Genf feiern, sollten wir nicht vergessen, dass der Kampf um Gleichheit und Akzeptanz weitergeht, und dass jeder Schritt, den wir gemeinsam machen, zählt. Und hey, das Leben ist schließlich ein bunter Mix aus Liebe, Respekt und – na ja, manchmal auch etwas Chaos!

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