Heute ist der 13.07.2026, und die Natur um uns herum zeigt sich in voller Pracht. Doch während wir die frische Luft und die Schönheit der Landschaft genießen, sollten wir einen Blick auf die Wildtiere werfen, die in unseren Wäldern leben. Die Freizeitaktivitäten in der Natur haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Von Wanderern über Schneeschuhläufer bis hin zu Skitourenfahrern – die Natur ist lebendig wie nie. Doch genau hier liegt das Problem: Diese Aktivitäten können den Wildtieren erheblichen Schaden zufügen, vor allem in ihren Ruhephasen. Gerade im Winter sind diese Phasen für ihre Gesundheit von entscheidender Bedeutung.

Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat der Kanton Freiburg einen wichtigen Schritt getan. Es wurden 12 neue Wildruhezonen eingerichtet, die sich über die Bezirke Greyerz, Saane, See und Sense erstrecken. Damit gibt es nun insgesamt 13 Wildruhezonen, die sich über beachtliche 3903 Hektar erstrecken – das sind immerhin 2,34 % des gesamten Kantonsgebiets! Diese Maßnahmen sind das Ergebnis einer sorgfältigen Interessenabwägung zwischen den Bedürfnissen der Wildtiere und den Freizeitaktivitäten der Bevölkerung. Die bestehende Wildruhezone La Berra bleibt dabei unverändert, was für viele Naturliebhaber von Bedeutung ist.

Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln

Die neuen Regelungen sind nicht willkürlich. Sie sind gezielt und zeitlich begrenzt. Während der Schonzeiten müssen bestimmte Verhaltensregeln beachtet werden: Auf gekennzeichneten Wegen bleiben, Hunde an der Leine führen und Feuer nur an vorgesehenen Stellen entfachen. Diese einfachen Regeln können einen großen Unterschied machen. Denn Tiere gewöhnen sich an Menschen, wenn deren Bewegungen vorhersehbar sind. Ein bisschen Rücksichtnahme kann also dazu beitragen, dass wir die Natur weiterhin genießen können, ohne sie zu gefährden.

Interessanterweise haben sich auch andere Organisationen Gedanken über den Schutz unserer Wildtiere gemacht. Die Kampagne „Respektiere deine Grenzen“, die vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) und dem Schweizer Alpen-Club (SAC) ins Leben gerufen wurde, zielt darauf ab, das naturverträgliche Verhalten von Schneesportlerinnen und -sportlern zu fördern. Der Gedanke dahinter: Wenn wir den Lebensraum der Wildtiere respektieren, gibt es weniger Verbote und Einschränkungen für uns. Eine Win-win-Situation, könnte man sagen!

Gemeinsam für die Natur

Die Trägerschaft dieser Kampagne ist breit gefächert. Kantone, Ausbildungsinstitutionen, Tourenanbieter, Sportverbände, Tourismusdestinationen, Naturschutz- und Jagdorganisationen sowie Vertreter der Sportartikelbranche setzen sich gemeinsam für den Schutz der Wildtiere ein. Das Ziel ist klar: Wildtieren geschützte Rückzugsräume zu bieten und ein Verständnis für ihre Lebensweise zu fördern. Die Lage der Wildruhezonen ist sogar auf Ski- und Schneeschuhtourenkarten verzeichnet – damit niemand auf die Idee kommt, einfach querfeldein durch die Natur zu stapfen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Ab dem 1. Juli 2027 tritt die neue Verordnung in Kraft, die sich an die Bundesgesetzgebung zum Schutz wildlebender Tiere anlehnt und Teil der kantonalen Biodiversitätsstrategie ist. Die Bestimmungen wurden bereits im Oktober 2024 in einer öffentlichen Vernehmlassung vorgestellt. Es ist wichtig, dass wir alle an einem Strang ziehen, um die Vielfalt und Schönheit unserer Natur zu bewahren. In einer Zeit, in der der Mensch immer mehr in die Natur eingreift, ist es umso wichtiger, dass wir uns für den Schutz unserer Wildtiere einsetzen. Also, beim nächsten Ausflug ins Grüne: Augen auf und Rücksicht nehmen!