Heute, am 25. April 2026, hat Freiburg einen neuen Stadtpräsidenten. Elias Moussa, 41 Jahre alt, wurde während der konstituierenden Sitzung des Freiburger Gemeinderats gewählt. Der Rechtsanwalt, der seit 2023 Teil der Stadtregierung ist, folgt auf Thierry Steiert, der nach 15 Jahren im Stadtpräsidium seinen Posten niedergelegt hat. Moussa bringt nicht nur Erfahrung, sondern auch frischen Wind in die Freiburger Politik.
Seine Wahl fiel auf einen bedeutsamen Tag, an dem auch Isabelle Sob zur neuen Vizestadtpräsidentin gewählt wurde. Sob war zuvor bei den Gemeindewahlen am 8. März in die Stadtregierung gewählt worden. Mit dieser neuen Zusammensetzung, in der nun drei Vertreter von Links-Grün und zwei Bürgerliche der Mitte-Partei sitzen, stellt sich die Stadtregierung neu auf. Zuvor arbeitete ein Team von vier Links-Grünen mit einem Bürgerlichen zusammen.
Neuer Aufgabenbereich für Elias Moussa
In der neuen Rolle leitet Moussa die Zentralverwaltung und den Rechtsdienst, während das Personalamt unter Isabelle Sob dem Departement Finanzen, HR und Informatik zugeordnet wird. Die Grüne Mirjam Ballmer behält ihre Verantwortung für Bildung, soziale Belange und Kultur, und Simon Murith von der Mitte ist für die Ortspolizei, Mobilität und Sport zuständig. Marine Jordan von der SP übernimmt die Leitung des Amtes für Tiefbau, Umwelt und Energie sowie der Burgergemeinde.
Einmal in der Exekutive, begann Moussa seine Arbeit bereits am Dienstagabend mit seiner ersten Sitzung als Gemeinderat. In dieser Sitzung stand eine knappe Abstimmung zur TPF-Frage auf der Agenda. Der neue Stadtpräsident musste sich auf einem neuen Stuhl platzieren und fand 50 Dossiers vor, die es nun zu bearbeiten gilt. Seine Nervosität dürfte bei der nächsten Sitzung steigen, denn er hat gleich zwei wichtige Geschäfte zu verteidigen: ein neues Abwasserreglement und einen Baukredit.
Die Herausforderungen der Zukunft
Die Vorfreude auf die kommenden Sitzungen ist bei Moussa groß. Er fühlt sich gut integriert im Gemeinderat und möchte die Kontinuität der Projekte von seiner Vorgängerin Andrea Burgener Woeffray sicherstellen. Dabei wird er sich unter anderem mit der Umgestaltung der neuen Bahnhofstrasse und weiteren bedeutenden Projekten in Freiburg befassen, wie dem Parking-Liaison und den Umbauten in Neuveville und Petit-Saint-Jean.
Die politische Landschaft in Freiburg bleibt spannend. Am 8. März 2026 stehen Gemeinderegierungs- und Parlamentswahlen an. Freiburg gilt als eine der linkesten Städte der Schweiz, und die Rot-Grün-Koalition hat im Stadtparlament 51 von 80 Sitzen. Die bürgerlichen Parteien, vertreten durch die Mitte, FDP und SVP, setzen alles daran, ihre Position zu stärken und mindestens einen zweiten Sitz zurückzugewinnen. Es wird interessant zu beobachten sein, ob Moussa und sein Team ihre Sitze erfolgreich verteidigen können.
Insgesamt treten 26 Kandidierende an, darunter 14 Frauen. Die Wahlen sind eine große Chance für die Freiburger Bürger, ihre Stimme zu erheben und Einfluss auf die zukünftige Stadtentwicklung zu nehmen. Elias Moussa hat vor, seine eigene Handschrift im Gemeinderat zu zeigen – es bleibt abzuwarten, wie sich die politischen Winde in Freiburg verändern werden.
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