Kratzen im Sommer: Wenn die Krätze zuschlägt
Heute ist der 19.06.2026 und in Freiburg macht sich das sommerliche Wetter bemerkbar. Man könnte meinen, dass mit den warmen Temperaturen auch die Freude am Draußensein steigt, aber da gibt es doch auch die eine oder andere unangenehme Überraschung: Krätze! Ja, da haben wir sie. Eine Krankheit, die viele nicht allzu ernst nehmen – und das, obwohl sie ziemlich lästig sein kann.
Kinderarztpraxen sind in der Regel die erste Anlaufstelle für Kinder, die mit Juckreiz und anderen Symptomen zu kämpfen haben. Sollte mal die Praxis geschlossen sein oder nicht erreichbar, ist die Kindernotaufnahme des HFR eine gute Alternative. Hier werden die kleinen Patienten schnellstmöglich behandelt, natürlich abhängig von den Kapazitäten. Bei Erwachsenen hingegen sieht’s etwas anders aus: Wer Symptome hat oder Kontakt zu bestätigten Fällen hatte, sollte nicht direkt in die Notaufnahme stürmen. Die Hausarztpraxis oder der Bereitschaftsdienst (0800 170 171) ist der richtige Weg. Und wenn der Hausarzt nicht verfügbar ist, kann man nach vorheriger telefonischer Absprache eine der Permanences des HFR aufsuchen.
Die Permanences des HFR im Überblick
- HFR Riaz: Rue de l’Hôpital 9, 1632 Riaz, Tel. 026 306 40 20, Mo bis So: 7 bis 22 Uhr
- HFR Tafers: Maggenberg 1, 1712 Tafers, Tel. 026 306 60 00, Mo bis Sa: 8 bis 18 Uhr, So und Feiertage: geschlossen
- HFR Meyriez-Murten: Chemin du Village 24, 3280 Meyriez, Tel. 026 306 71 74, Mo bis Fr: 8 bis 20 Uhr, Sa, So und Feiertage: 9 bis 19 Uhr
Krätze, auch bekannt als Scabies, wird eigentlich nicht als medizinischer Notfall eingestuft, hat aber dennoch ihre Tücken. Die Krankheit ist harmlos, sagt man, sie braucht nur längeren engen Kontakt zur Übertragung. Das bedeutet, dass Pflegepersonal, medizinisches Personal, Familienangehörige und auch Sexualpartner in den sechs Wochen vor der Diagnose als enge Kontakte gelten. Die Einhaltung der gegebenen Weisungen ist nicht nur wichtig, um die Übertragung der Krankheit zu minimieren, sondern auch, um die Behandlung gut zu organisieren.
Der Weg zur Diagnose und Therapie
Wenn man in die Praxis kommt, wird zunächst die Diagnose gestellt oder ausgeschlossen. Juckreiz, Milbengänge und Ekzeme an typischen Stellen sind die klassischen Symptome. Und wer denkt, dass nur Kinder betroffen sind, der irrt sich: auch Erwachsene können sich anstecken. Bei der Therapie stehen meist topische Antiscabiosa wie Permethrin oder systemische Therapien wie Ivermectin auf dem Plan. Und ja, auch Kontaktpersonen sollten idealerweise behandelt werden – schließlich möchte man ja nicht, dass sich das Jucken und Krabbeln verbreitet.
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat sich dem Thema Krätze ebenfalls angenommen. Ihre Ratgeber, die auf dem § 4 des Infektionsschutzgesetzes basieren, richten sich nicht nur an Fachkreise, sondern bieten auch allgemeine Informationen zu Infektionskrankheiten. Die Ratgeber sind online abrufbar und werden regelmäßig aktualisiert. Wer also noch mehr Details zur Krätze sucht, sollte einen Blick auf die Website des RKI werfen. Dort wird auch klar, dass die Krätzemilbe, der Übeltäter hinter dieser Krankheit, ein obligater Parasit ist, der auf Menschen spezialisiert ist. Die Weibchen graben Gänge in die Haut und können bis zu 60 Tage leben – na, wenn das nicht gruselig ist!
Insgesamt zeigt sich, dass Krätze trotz ihrer harmlosen Natur ernst genommen werden sollte. Sie ist weltweit verbreitet und besonders in kalten Jahreszeiten häufiger anzutreffen. Vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten und Altenheimen kann es schnell zu Ausbrüchen kommen. Die Hygienemaßnahmen, die in solchen Fällen ergriffen werden, sind entscheidend – auch wenn das Risiko von Ausbrüchen in Erstaufnahmeeinrichtungen gering ist, wenn alles gut organisiert wird.
Wer also in Freiburg oder Umgebung mit dem Gedanken spielt, einen Arzt aufzusuchen, sollte die genannten Anlaufstellen im Hinterkopf behalten. Und immer daran denken: Ein bisschen Vorsicht und Hygiene schaden nie!
