Die Universität Freiburg hat sich mit der Nagoya University zusammengetan, um eine Zusammenarbeit zu vertiefen, die schon über zwei Jahrzehnte besteht. Anfang Juni wurde ein neues gemeinsames Promotionsprogramm, das Joint Doctoral Programme, ins Leben gerufen. Rektorin Kerstin Krieglstein und Nagoya-Präsident Naoshi Sugiyama unterzeichneten die Vereinbarung, die sich an Nachwuchswissenschaftler in den Lebenswissenschaften und der Medizin richtet. Das klingt doch schon mal vielversprechend, oder?

Im Rahmen dieses Programms wird es nicht nur gemeinsam betreute Promotionsprojekte geben, sondern auch längere Forschungsaufenthalte an der Partneruniversität. Ein besonderes Highlight der Kooperation ist der neu eröffnete Nagoya University Global Campus in Freiburg, der am Freiburg Institute for Advanced Studies eingerichtet wurde. Hier soll der Austausch von Studierenden, Promovierenden und Forschenden erleichtert werden. Das Ziel? Eine Stärkung der Zusammenarbeit in strategischen Forschungsfeldern. Klingt nach einer echten Win-win-Situation!

Einblicke in das Promotionsprogramm

Das International Collaborative Program in Comprehensive Medical Science bringt Studierende aus beiden Institutionen zusammen und bietet eine interessante Möglichkeit für den Austausch und die Weiterbildung. Jährlich werden nur zwei Studierende zugelassen – einer von der Nagoya University und einer von der Universität Freiburg. Der Fokus liegt auf der Ausbildung von Absolventen, die nicht nur über wissenschaftliches Denken, sondern auch über ethische Standards und interdisziplinäre Fähigkeiten verfügen. Das ist heutzutage wichtiger denn je, um internationale Kooperationen zwischen der EU und Japan zu fördern.

Die Zulassung ist dabei nicht ganz einfach. Absolventen der Nagoya University School of Medicine oder der Faculty of Medicine der Universität Freiburg sind berechtigt, sich zu bewerben. Aber auch andere Studienrichtungen, wie Zahnmedizin oder Pharmazie, kommen in Frage. Wer jedoch kein medizinisches Grundwissen hat, muss möglicherweise Pflichtkurse belegen. Und dann sind da noch die Sprachkenntnisse – hier wird ein gewisses Niveau gefordert. Ein TOEFL von 100 oder ein IELTS von 7.0 sind Mindestanforderungen. Das ist schon eine ganz schöne Hürde!

Studieninhalte und Abschlussanforderungen

Ein Blick auf die Kursinhalte zeigt bereits, dass die Studierenden sowohl in Freiburg als auch in Nagoya gefordert werden. In der Gruppe A an der Nagoya University gibt es Kurse wie das Seminar und Experimental Research, während die Gruppe B an der Universität Freiburg ebenfalls Seminare anbietet. Insgesamt müssen die Teilnehmer 30 Credits erwerben und einen Aufenthalt von mindestens 12 Monaten an der Partneruniversität absolvieren. Das ist eine ganze Menge auf dem Weg zum Doctor of Philosophy in Medical Science.

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Ein weiterer Aspekt, der das Programm besonders macht, sind die zusätzlichen Angebote. Monatliche Treffen zur Präsentation von Forschungsergebnissen und jährliche Retreats mit Vorträgen und Poster-Sessions fördern den Austausch und die Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg. Ein gemeinsames Diplom mit besonderer Inschrift für den joint degree zwischen den beiden Universitäten rundet das Ganze ab. Das ist schon etwas ganz Besonderes!

Ein Teil der internationalen Hochschullandschaft

Die Kooperation zwischen der Universität Freiburg und der Nagoya University ist Teil eines größeren Trends. Im Jahr 2023 gab es insgesamt 18.153 internationale Kooperationen zwischen 312 Hochschulen in Deutschland. Die Internationalisierung wird als Schlüssel zur Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Hochschulstandorts Deutschland angesehen. Mit einer Strategie zur Internationalisierung der Hochschulen, die 2024 verabschiedet wird, sollen die Hürden für internationale Studierende abgebaut und die Mobilität gefördert werden.

Das BMFTR unterstützt diese internationalen Hochschulkooperationen durch den DAAD und legt den Fokus auf eine stärkere Vernetzung deutscher Hochschulen mit internationalem Flair. Programme wie Internationale Studien- und Ausbildungspartnerschaften und Doppelabschlussprogramme zeigen, dass das deutsche Hochschulsystem auch international glänzen kann. Die Kooperation zwischen Freiburg und Nagoya ist nicht nur ein Schritt in die richtige Richtung, sondern auch ein Zeichen dafür, dass internationale Zusammenarbeit in der Wissenschaft immer wichtiger wird.