Heute ist der 6.05.2026 und die Sonne strahlt über Freiburg, während sich die Gedanken vieler Menschen um die lästige Tigermücke drehen. Diese kleinen Biester sind nicht nur unangenehm, weil sie tagsüber aktiv sind und mehrfach zustechen – sie können auch ernsthafte Krankheiten wie Dengue- und Chikungunya-Fieber sowie das Zika-Virus übertragen. Das klingt alarmierend, ist es aber nicht unbedingt für uns hier in der Schweiz. Das Übertragungsrisiko im Kanton Freiburg ist sehr gering, doch lokale Ausbrüche könnten jederzeit möglich sein, sollte sich die Tigermücke dauerhaft ansiedeln. Ein Gedanke, der einem ganz schön zu schaffen machen kann, nicht wahr?
Im Jahr 2025 wurden im Kanton Freiburg 14 Fälle von Dengue-Fieber und zwei Fälle von Chikungunya gemeldet, alle betroffenen Personen hatten zuvor Länder besucht, in denen diese Krankheiten endemisch sind. Bislang sind bei uns keine autochthonen Übertragungen bekannt – das gibt vielleicht ein wenig Sicherheit. Aber die Bevölkerung wird dringend zur Mithilfe aufgefordert. Man kann nicht einfach abwarten! Brutstätten müssen beseitigt werden, und es ist wichtig, Ansiedlungen frühzeitig zu erkennen. Übrigens, 80 Prozent dieser Ansiedlungen finden auf Privatgrundstücken statt. Wer hätte das gedacht?
Präventionsmaßnahmen gegen die Tigermücke
Um die Situation ein wenig unter Kontrolle zu halten, gibt es zwei klare Maßnahmen zur Bekämpfung der Tigermücke. Erstens: Das Verhindern der Eiablage. Da helfen schon einfache Dinge wie das Leeren oder Entfernen aller kleinen Wasseransammlungen rund ums Haus. Und zweitens: Sichtungen melden! Wenn jemand eine dieser tagaktiven Mücken bemerkt, sollte er das über www.muecken-schweiz.ch tun. Nach der Bestätigung der Sichtung wird die Gemeinde informiert und eine Überwachung eingerichtet – ganz wichtig, um die Mückenpopulation im Blick zu behalten.
Wenn es wirklich notwendig ist, kann auch eine gezielte Behandlung mit biologischem Larvizid erfolgen, das die übrige Fauna und Flora nicht schädigt. Davon abgeraten wird jedoch vom privaten Einsatz handelsüblicher Insektizide, da diese der Tierwelt schaden können. Eine gute Nachricht gibt es für alle Reisenden: Nach einem Aufenthalt in betroffenen Ländern sollten bei Symptomen wie Fieber, Gelenk- oder Muskelschmerzen, Hautausschlag oder Kopfschmerzen unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden. Sicherheit geht vor!
Ein Blick über die Grenzen
Aber wie sieht es eigentlich bei unseren Nachbarn in Deutschland aus? Dort ist die Übertragung von Dengue-, Zika- oder Chikungunya-Viren noch kein großes Thema. Tatsächlich sind bisher keine solchen Übertragungsfälle bekannt. Das liegt daran, dass es neben der Tigermücke auch einen passenden Vektor benötigt – und zwar einen Stich einer infizierten Person, die das Virus mitgebracht hat. Und das alles innerhalb eines bestimmten Zeitfensters. Das Hochsommerklima muss zudem lange genug bestehen, damit die Mücke überleben und weitere Menschen stechen kann. Ein bisschen wie in einem Krimi, oder? Das Wetter spielt also eine entscheidende Rolle.
Die Klimaerwärmung könnte jedoch die Bedingungen für Übertragungen verbessern. Zukünftig sind autochthone Chikungunya-Infektionen in den Sommermonaten nicht auszuschließen. Bei Dengue- und Zikavirus-Übertragungen sind sie aufgrund der bisherigen Sommertemperaturen in Mitteleuropa eher selten, aber steigende Temperaturen könnten die Wahrscheinlichkeit für autochthone Dengue-Virus-Infektionen erhöhen. Ein Gedanke, der einem die Laune vermiesen kann!
Insgesamt scheinen Epidemien, wie wir sie aus den Tropen kennen, in Deutschland derzeit unwahrscheinlich. Aber der Klimawandel könnte auch die Zeiträume verlängern, in denen die Bedingungen für Malaria-Übertragungen gegeben sind. Aber keine Panik – solange erkrankte Personen schnell erkannt und behandelt werden, ist eine Rückkehr der Malaria als endemische Krankheit in Deutschland eher unwahrscheinlich.