Alena Bienz: Vom Schatten der Bundesliga ins Rampenlicht der Nationalmannschaft
Heute ist der 18.06.2026 und wir blicken auf ein aufregendes Jahr im Leben von Alena Bienz, der talentierten Mittelfeldspielerin aus Wolhusen, die seit vier Jahren in der Bundesliga spielt. Alena, geboren am 5. März 2003, hat sich in der Welt des Frauenfußballs einen Namen gemacht. Zunächst war sie beim FC Köln aktiv, wo sie sich einen Stammplatz erkämpfte und mit 55 Spielen sowie 2 Toren in der ersten Mannschaft glänzte. Im Sommer 2025 wagte sie den Schritt zum SC Freiburg, wo sie sich schnell wohlfühlte.
Die Umstellung von Köln nach Freiburg war für die junge Spielerin nicht nur sportlich, sondern auch persönlich ein großer Schritt. Alena hatte sich an das schnellere Spiel und die höheren Anforderungen in Deutschland gewöhnen müssen. In Köln war der ständige Abstiegskampf eine große Belastung für sie – das passte einfach nicht zu ihrem offensiven Spielstil. Umso mehr freut sie sich nun über die positiven Entwicklungen in Freiburg. Dort hat sie, wie sie selbst sagt, nicht nur gute Bedingungen im Dreisamstadion vorgefunden, sondern auch eine durchschnittliche Zuschauerzahl von über 3000, die sie motiviert.
Ein Jahr voller Herausforderungen
Alena beschreibt ihr erstes Jahr in Freiburg als sehr schön. An jedem Dienstag hat sie trainingsfrei, was sie oft für Interviews nutzt. Komischerweise wird sie in Freiburg nicht oft von Fans erkannt, ein krasser Gegensatz zu ihrer Zeit in Köln, wo sie regelmäßig um Autogramme oder Selfies gebeten wurde. Diese Ruhe kommt ihr entgegen, denn es gibt ihr die Möglichkeit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: das Spiel.
Doch der Wechsel war nicht ohne Herausforderungen. Der Umzug war anstrengend, vor allem die neue Alltagsroutine und das Fehlen von sozialen Kontakten. Außerdem hat sie mit gesundheitlichen Problemen, wie dem Pfeifferschen Drüsenfieber, zu kämpfen gehabt. Aber Alena hat sich durchgebissen und mit ihrer Entschlossenheit immer wieder neue Kräfte mobilisiert. Ihr Ziel ist klar: Sie möchte sich als Stammspielerin etablieren und mehr Spielminuten erhalten.
Nationalmannschaft und Zukunftspläne
Die 21 Spiele für Freiburg, in denen sie 3 Tore erzielte, sind für sie nur der Anfang. Auch auf internationaler Ebene hat sie sich einen Platz erkämpft. Seit 2024 gehört sie zur A-Nationalmannschaft der Schweiz und hat bereits 6 Spiele absolviert. Ihr Debüt gab sie am 27. Februar 2024 gegen Polen. Trotz einer Verletzung, die sie kurz vor dem Pre-Camp zur Heim-EM 2025 erlitt, bleibt sie optimistisch und verfolgt ihre Ziele mit ungebrochenem Ehrgeiz.
Alena hat die positive Entwicklung im Schweizer Frauenfußball aufmerksam verfolgt. Immer mehr Medien berichten über die Ligen und das Interesse der Zuschauer steigt. Das gibt ihr Hoffnung für die Zukunft und ein Gefühl der Zugehörigkeit zu etwas Größerem. Ihre Ambitionen sind klar: Nächstes Jahr will sie mit ihrem Team die oberen Mittelfeldplätze anpeilen und gleichzeitig weitere Einsätze für die Nationalmannschaft sammeln.
Mit all diesen Erlebnissen und Herausforderungen im Rücken, wird Alena Bienz weiterhin ihr Bestes geben. Sie hat sich als starke Persönlichkeit etabliert und beweist, dass man auch in schwierigen Zeiten seinen Weg finden kann. Und wer weiß, vielleicht wird sie schon bald von den Fans in Freiburg genauso gefeiert wie einst in Köln.
