Heute ist der 28.04.2026 und in Bern gibt es einen Lichtblick für Menschen, die in schwierigen Situationen stecken. Die Telefonnummer 142 hat sich als wichtige Anlaufstelle etabliert, insbesondere für Betroffene von häuslicher und sexualisierter Gewalt. Bis Ende April sind in der Übergangsphase bereits rund 340 Anrufe eingegangen. Vier Fünftel dieser Anrufe stammen direkt von Betroffenen, die sich mit Themen wie Stalking, Drohungen und Cybergewalt auseinandersetzen müssen.

Die Geschichten, die am anderen Ende der Leitung erzählt werden, sind erschütternd. Eine Mutter berichtet von ihrem gewalttätigen Sohn, während eine andere Frau einen Übergriff meldet. Auch Männer suchen Hilfe, beispielsweise ein Mann, der in seiner eigenen Wohnung nicht mehr sicher ist. Angehörige, Freunde und Nachbarn nutzen ebenfalls die Möglichkeit, um Rat zu suchen und zu erhalten.

Ein wichtiger Schritt

Die Unterstützung, die über die Nummer 142 angeboten wird, zielt darauf ab, Betroffene zu ermutigen, tatsächlich Hilfe anzunehmen. Es wird keine vorgefertigten Lösungen angeboten, denn Gewalt geht oft mit ambivalenten Gefühlen einher. Viele Menschen zögern, die Polizei zu kontaktieren, und die Hemmschwelle, sich zu öffnen, wird in den Gesprächen thematisiert. Die Freiwilligen, die an der Hotline arbeiten, leisten emotionale Hilfe, hören zu und vermitteln an spezialisierte Stellen, wie das Frauenhaus Bern.

Die Nummern 142 und 143 bieten niederschwellige, anonyme und kostenlose Unterstützung. Während 142 aktiv handelt und an die richtigen Stellen weiterleitet, fokussiert sich 143 auf das Zuhören. Niemand wird abgewiesen; sollte jemand Hilfe benötigen, wird auf die jeweils andere Nummer verwiesen. Diese Kombination von Unterstützung könnte dazu beitragen, dass mehr Menschen in Notsituationen den ersten Schritt wagen und anrufen.

Ein Lichtblick in der Dunkelheit

Die nationale Einführung der Nummer 142 könnte die Bekanntheit dieser wichtigen Notrufnummer steigern und mehr Menschen in akuten Situationen erreichen. Oft reichen wenige Minuten aus, um eine bedrohliche Situation zu stabilisieren. Es ist entscheidend, dass die Freiwilligen hinter der Hotline anonym und unsichtbar bleiben, um den Betroffenen ein Gefühl der Sicherheit zu geben.

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Insgesamt zeigen die Zahlen und die Geschichten, dass es in unserer Gesellschaft einen hohen Bedarf an solchen Unterstützungsangeboten gibt. Gerade in Zeiten, in denen das Bewusstsein für Themen wie häusliche Gewalt wächst, sind Anlaufstellen wie die Hotline 142 unabdingbar. Hier wird nicht nur zugehört, sondern auch gezielt gehandelt, um den Betroffenen eine Perspektive zu geben und sie auf dem Weg zu ihrer Sicherheit zu begleiten.