Heute ist der 17.07.2026, und die Vorfreude auf das Basel Tattoo ist in der Luft spürbar. Jedes Jahr zieht dieses Open-Air-Militärmusikfestival nicht nur Musikliebhaber, sondern auch engagierte Helfer aus der ganzen Welt an. Unter ihnen findet sich Pascal Roth, ein 60-jähriger Chemikant, der bereits seit zwei Jahrzehnten Teil des Teams ist. Wenn man ihn fragt, was ihn an diesem Festival so fasziniert, sprudeln die Worte förmlich aus ihm heraus. Es ist die familiäre Atmosphäre, die gute Stimmung der über 1000 aktiven Teilnehmer aus fünf Kontinenten und die Vorfreude auf die beeindruckenden Darbietungen, die ihn immer wieder motivieren.

Pascals Weg zum Basel Tattoo begann 2006, als er über Bekannte der Basler Fasnacht auf die Veranstaltung aufmerksam wurde. Zuerst als Platzanweiser tätig, hat er sich schnell hocharbeitet – im zweiten Jahr bereits als Regieassistent. Mittlerweile ist er am Gate 5 und sorgt dafür, dass die Formationen reibungslos ein- und auslaufen. „Ich bin wie ein wichtiges Zahnrad im großen Apparat des Festivals“, erklärt er bescheiden. Seine Verantwortung ist nicht zu unterschätzen: Wenn es zu Problemen kommt, hat er die Befugnis, einzugreifen und die Formationen zu unterstützen.

Ein unentbehrliches Team

Insgesamt sind es 450 Ehrenamtliche, die an diesem Festival mitwirken. Sie alle tragen ihren Teil dazu bei, dass das Basel Tattoo ein solch unvergessliches Erlebnis wird. Roth erzählt von den vielen Freunden, die er über die Jahre gewonnen hat, und den gemeinsamen Abenden im Hof der früheren Basler Kaserne, wo er und seine Frau die Shows genießen. An den Abenden, wenn 75.000 Zuschauer zur Premiere erwartet werden, spürt man die Aufregung förmlich in der Luft.

Das Basel Tattoo, das laut Organisationskomitee eine Wertschöpfung von 25 Millionen Franken für den Stadtkanton generiert, ist nicht nur eine musikalische Darbietung, sondern ein Fest der Kulturen. Roth hat in seiner Zeit beim Festival viele spannende Erfahrungen gesammelt, darunter die Einweisung eines Tambourmajors der britischen Coldstream Guards. „Das sind Momente, die vergisst man nie“, sagt er und lächelt. Die Vorfreude auf das große Fest, zu dem das OK die Helfenden im Herbst einlädt, ist auch ein weiterer Grund, warum er sich so gerne engagiert.

Wenn man Pascal Roth hört, wird klar, dass es oft die kleinen Dinge sind, die den Unterschied ausmachen. Es sind die Menschen, die Leidenschaft und die unvergesslichen Erlebnisse, die das Basel Tattoo zu etwas Einzigartigem machen. Auch wenn die Helfer oft im Hintergrund agieren, ist ihre Rolle unentbehrlich. Und das, liebe Leser, ist es, was das Festival so besonders macht – die Gemeinschaft, die zusammenkommt, um etwas Großes auf die Beine zu stellen.

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