Die Schweiz im Wetterchaos: Rekorde, Stürme und die Klimafrage
Heute ist der 30. Juni 2026 und die Wetterlage in der Schweiz – vor allem hier in Basel – könnte kaum spannender sein. Es ist wirklich unglaublich, was in den letzten Wochen passiert ist. Ein heftiger Hagelsturm am 9. Juni über dem Mendrisiotto hat die Gemüter erhitzt. Der Sturm war nicht nur ein Gewitter, sondern ein echtes Superzellengewitter, das Hagelkörner mit einem Durchmesser von 4 bis 5 Zentimetern brachte. Das ist schon eine Nummer! Die Messstation in Coldrerio verzeichnete innerhalb von nur 10 Minuten unglaubliche 40,9 mm Niederschlag, was für den Süden der Alpen einen neuen Rekord bedeutet.
Die Schäden, die dieser Sturm angerichtet hat, sind nicht zu unterschätzen. Gebäude, insbesondere Dachfenster und Dächer, wurden stark in Mitleidenschaft gezogen, und auch Fahrzeuge und Kulturpflanzen blieben nicht verschont. Es ist zwar erfreulich, dass keine nennenswerten Verletzungen bei Menschen oder größeren Tieren gemeldet wurden, doch die vielen toten Vögel, die gesichtet wurden, sind ein trauriges Bild.
Unwetter über Zürich
Nur zehn Tage später, am 19. Juni, sorgte ein weiteres Gewitter-Cluster, das sich von Luzern über Schwyz bis nach Zürich ausbreitete, für noch mehr Aufregung. Mit extremen Niederschlägen, starken Winden und umstürzenden Bäumen war das Wettergeschehen alles andere als harmlos. In Zürich Affoltern fielen innerhalb einer Stunde 44,1 mm Niederschlag – und in Waldegg sowie Sihlbrugg sogar 57,0 mm! Das Gewitter war so heftig, dass Straßen und Unterführungen zeitweise überschwemmt waren. Tragisch dabei: Eine Person kam ums Leben. Es ist einfach unglaublich, wie selten solche Extremereignisse in Zürich sind. Man sagt, sie treten nur alle 30 bis 50 Jahre oder noch seltener auf!
Und jetzt schauen wir uns die Temperaturen an – denn die aktuelle Hitzewelle in der Schweiz ist nicht weniger bemerkenswert. Seit Mitte Juni haben wir Hitzetage ohne Unterbruch, und das mit rekordverdächtigen Höchsttemperaturen. In Basel wurden am 25. Juni 38,0 °C gemessen, was den bisherigen Rekord von 36,9 °C aus dem Jahr 1947 übertrifft. Es ist, als ob die Sonne uns ein besonderes Geschenk macht, aber gleichzeitig auch eine Prüfung. Auch andere Standorte, wie im Aargau, erreichten 37 °C. Und das ist noch nicht alles: Neue Junirekorde wurden auch in Bern/Zollikofen, Zürich/Fluntern und St. Gallen registriert.
Klimawandel und seine Folgen
Ein Blick über die Landesgrenzen zeigt, dass diese Wetterextreme nicht nur die Schweiz betreffen. Laut Berichten des Klimawandels sind wir Zeugen eines Anstiegs extremer Wetterereignisse wie Dürren, Hitzewellen und Überschwemmungen. Im Jahr 2025, einem der heißesten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen, erlebte Europa 24.400 Todesfälle durch Hitzewellen. Schockierend, oder? Der Klimawissenschaftler Theodore Keeping hat deutlich gemacht, wie der Klimawandel die Wahrscheinlichkeit solcher extremen Wetterereignisse erhöht. Seit der Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens stieg die globale Durchschnittstemperatur um 0,3 Grad, was dazu führt, dass Hitzewellen zehnmal wahrscheinlicher geworden sind.
Die Initiative World Weather Attribution hat den Einfluss des Klimawandels auf Extremwetterereignisse untersucht. Bei den meisten der analysierten Ereignisse konnte ein direkter Einfluss festgestellt werden. Und auch wenn Anpassungsmaßnahmen und Frühwarnsysteme wichtig sind, fordern Wissenschaftler einen schnellen Ausstieg aus fossilen Energien, um die Erderwärmung zu stoppen.
Zusammengefasst: In Basel erleben wir gerade eine Zeit, die in die Geschichte eingehen könnte. Die Natur zeigt uns ihre Macht und gleichzeitig auch, wie sehr wir darauf achten müssen, was wir mit ihr anstellen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich das Wetter in den nächsten Tagen entwickeln wird. Vielleicht brechen wir noch mehr Rekorde? Mal schauen!
