Heute ist der 3.06.2026 und während wir hier in Appenzell Innerrhoden die prächtigen Landschaften genießen, gibt es auch in der Schweiz ein drängendes Thema, das uns alle betrifft: die Verkehrssicherheit. Eine aktuelle Studie, beauftragt von Astra, TCS, ZHAW und Swisstraffic AG, zeigt auf, dass es in diesem Bereich gewaltige Datenlücken gibt. Das ist nicht nur ein akademisches Problem – es betrifft das Leben von uns allen!

Die Statistiken sind zwar erfreulich, wenn man bedenkt, dass die Zahl der erfassten Unfälle abnimmt, doch die Ursachen sind alles andere als konstant. Gesellschaftliche Entwicklungen verändern die Risiken, mit denen wir auf den Straßen konfrontiert sind. Interessanterweise werden viele Unfälle gar nicht bei der Polizei gemeldet, und das führt zu einem echten Datenmangel. Und ohne präzise Daten ist es fast unmöglich, gezielte Präventionsmaßnahmen zu ergreifen.

Ein neues System für mehr Sicherheit

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wurde ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen, das sich mit verschiedenen Indikatoren zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beschäftigt. Die Studie legt besonderen Wert auf bestehende Risikofaktoren wie Geschwindigkeit, Alkohol- und Drogeneinfluss sowie das Tragen von Helmen und Sicherheitsgurten. Doch das ist nicht alles: Es wird auch empfohlen, ein neues System von „Safety Performance Indicators“ (SPI) einzuführen, das helfen soll, Risiken vor Unfällen sichtbar zu machen. Ein Beispiel? Ablenkung durch Smartphones, die für 18% aller Unfälle verantwortlich ist! Das wirft Fragen auf – wie oft schauen wir während der Fahrt auf unser Handy?

In vielen europäischen Ländern hat man bereits damit begonnen, diese SPIs systematisch zu erfassen. In Deutschland etwa verfolgt man die „Vision Zero“ – das Ziel, keine Toten oder Schwerverletzten im Straßenverkehr zu haben. Hier orientiert sich die nationale Verkehrssicherheitsstrategie am Safe System-Ansatz und identifiziert viele verschiedene Indikatoren, die eine breite Palette von Problembereichen abdecken. Es gibt Indikatoren für Verkehrsverhalten, Straßeninfrastruktur und sogar Fahrzeugtechnik, die die Sicherheitsausstattung bewerten.

Der Blick über die Grenzen

Die internationale Zusammenarbeit in der Verkehrssicherheitsforschung zeigt, wie wichtig ein übergreifendes System zur Erhebung von SPIs ist. Aber hier gibt es Herausforderungen: Unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen und Dokumentationsdichten machen es schwer, einen internationalen Vergleich zu ziehen. Dennoch arbeiten europäische Institutionen daran, basale Standards zu definieren. Das ist nicht nur eine Frage der Effizienz – es geht um Menschenleben!

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

In der Schweiz müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass viele Unfalldaten ohne Polizei-Protokoll nicht systematisch erfasst werden. Ein neues System könnte helfen, alle statistischen Daten zu Unfällen zu erheben und zusammenzuführen, unabhängig davon, ob sie von der Polizei oder Versicherungen stammen. Und das ist ein entscheidender Schritt, um die Verkehrssicherheit nachhaltig zu verbessern.

Ein umfassender Ansatz

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) hat sich ebenfalls dem Thema angenommen und stellt Mittel für Förderungen und Forschungsprojekte zur Verfügung. Innovative Ansätze zur Digitalisierung der Verkehrssysteme könnten eine Schlüsselrolle spielen. Die Unterstützung von Initiativen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Radfahrer, E-Scooter und Motorräder ist ein weiterer Baustein in diesem komplexen Puzzle.

Ein interaktiver Unfallatlas zum Beispiel zeigt regionales Unfallgeschehen mit Personenschaden, und die Daten werden jährlich aktualisiert. Das ermöglicht nicht nur eine präzise Analyse, sondern bietet auch einen direkten Bezug zu den Maßnahmen, die ergriffen werden müssen. Es ist eine spannende Zeit für die Verkehrssicherheit in der Schweiz und darüber hinaus, und das Engagement der verschiedenen Stakeholder ist ein Schritt in die richtige Richtung.