In der bunten Welt der Imkerei gibt es Neuigkeiten, die sowohl Imker als auch Naturfreunde aufhorchen lassen. Apisuisse, der Dachverband für rund 18’000 Imker in der Schweiz, hat eine neue Präsidentin gewählt. Samantha Bourgoin, die Präsidentin der Federazione Ticinese di Apicoltura (FTA), tritt die Nachfolge von Mathias Götti Limacher an, der nun als Geschäftsführer von BienenSchweiz tätig ist. Mit Francis Saucy, dem Präsidenten der Société Romande d’Apiculture (SAR), und Martin Schwegler, dem neuen Vorstandsmitglied von BienenSchweiz, bleibt eine erfahrene Führungsmannschaft an der Spitze des Verbands, die sich für die Belange der Bienen und ihrer Imker stark macht.
Apisuisse hat sich nicht nur der Förderung der imkerlichen Kompetenzen verschrieben, sondern betreibt auch das Kompetenzzentrum Apiservice, das sich um Bienengesundheit und Zucht kümmert. Ein zentrales Anliegen des Verbands ist der Schutz und das Wohlergehen von Honig- und Wildbienen, deren Bedeutung für die Natur, Gesellschaft und Wirtschaft nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Zudem hat Apisuisse die Organisation von Aus- und Weiterbildungen für Imker bis hin zum eidgenössischen Fachausweis im Programm.
Eine Initiative für die Bienen
Ein weiterer aufregender Punkt ist die geplante Bienen-Initiative, die am 20. Mai dieses Jahres lanciert werden soll. Gemeinsam mit Partnerorganisationen hat BienenSchweiz die Initiative entwickelt, die darauf abzielt, Bienen und Bestäuberinsekten zu schützen, ihre Bestäubungsleistung zu sichern und diesen Schutz in der Verfassung zu verankern. Angesichts der alarmierenden Tatsache, dass fast die Hälfte aller Wildbienenarten bedroht oder bereits ausgestorben ist, wird die Initiative immer dringlicher. Der Mangel an Blütennahrung, sicheren Nistplätzen, Krankheiten und invasive Arten stellen ernsthafte Gefahren für diese wichtigen Insekten dar.
Die Vorbereitungen für die Initiative sind bereits in vollem Gange. Der Initiativtext wurde im Februar 2026 eingereicht und wird nun von der Bundeskanzlei geprüft. BienenSchweiz, die SAR und die FTA werden im Frühjahr 2026 über den weiteren Verlauf der Initiative abstimmen. Bei Zustimmung der Delegierten soll die Unterschriftensammlung am Tag der Bienen, dem 20. Mai, beginnen. Martin Schwegler, Präsident von BienenSchweiz, und Claudia Bregy-Eyer, Vizepräsidentin, sind die verantwortlichen Personen für diese wichtige Initiative.
Forschung und Entwicklung in der Imkerei
Der Schutz der Bienen und die Sicherstellung ihrer Gesundheit sind nicht nur eine Frage des Naturschutzes, sondern auch zentral für die Qualität der Bienenprodukte. Das Zentrum für Bienenforschung (ZBF) hat sich zum Ziel gesetzt, eine ökologisch und wirtschaftlich optimierte Imkerei zu fördern. Dabei wird auf gesunde, starke Bienenvölker gesetzt, um qualitativ einwandfreie Bienenprodukte zu gewinnen. Das ZBF führt anwendungsbezogene Versuche auf Bienenständen durch und orientiert sich an den Bedürfnissen der imkerlichen Praxis in der Schweiz.
Zusammen mit dem Bienengesundheitsdienst und dem Institut für Bienengesundheit an der Universität Bern bildet das ZBF ein starkes Netzwerk, das nicht nur Forschung betreibt, sondern auch die Ausbildung und Unterstützung der Imker fördert. Durch die Zusammenarbeit dieser Institutionen wird eine umfassende Basis geschaffen, die sowohl der Forschung als auch der praktischen Anwendung zugutekommt. Damit sind die Weichen für die Zukunft der Imkerei in der Schweiz gestellt, und das Wohl der Bienen steht dabei stets im Mittelpunkt.