Wellness-Revival: Rekordzahlen und Zukunftsvisionen im Heilbad Unterrechstein
Die 47. Generalversammlung der «Mineral- und Heilbad Unterrechstein AG» am 25. Juni 2026 in der Turnhalle in Grub war ein echtes Fest für die Aktionäre. Rund 150 von ihnen fanden sich ein, um den Höhepunkt eines, sagen wir mal, überaus erfolgreichen Geschäftsjahres zu feiern. Verwaltungsratspräsident Beat Bouquet strahlte förmlich, als er die beeindruckenden Zahlen präsentierte, die das Heilbad im Jahr 2025 erreicht hatte.
Besonders hervorzuheben ist der Rekordumsatz von CHF 2.67 Millionen – der höchste in der gesamten Geschichte des Heilbads! Das ist schon ein Pfund, nicht wahr? Und das Ganze geschah nicht einfach so, sondern in einem Jahr, in dem die Besucherzahlen durch die Decke gingen. Am 30. Dezember 2025 wurde der 80.000ste Eintritt verzeichnet, und insgesamt durften 80.414 Gäste das Heilbad besuchen. Das sind im Schnitt 226 Besucher pro Tag. Ein Ziel, das man sich für 2028 gesetzt hatte, wurde also bereits drei Jahre früher erreicht. Da kann man nur sagen: Hut ab!
Positive Entwicklungen im Fitnessbereich
Aber nicht nur im Bereich der Bäder und Saunen, die nach wie vor die Hauptattraktionen des Betriebs darstellen und einen Umsatz von CHF 1.72 Millionen generierten, tut sich viel. Der Fitnessbereich hat sich als echter Geheimtipp herausgestellt und verzeichnete ein Umsatzplus von 27.5 Prozent. Damit ist er mittlerweile der zweitwichtigste Ertragsträger des Heilbads. Das ist doch ein Zeichen dafür, dass die Menschen zunehmend Wert auf Gesundheit und Fitness legen!
Und ganz nebenbei: Die neue Photovoltaikanlage hat nicht nur die Umwelt im Blick, sondern auch die Haushaltskasse. Die Stromkosten konnten von CHF 226.000 im Jahr 2023 auf CHF 127.000 im Jahr 2025 gesenkt werden. Ein echter Gewinn für die Bilanz! Die Anlage produziert einen Teil des benötigten Stroms direkt vor Ort und zeigt, dass Nachhaltigkeit bei der Mineral- und Heilbad Unterrechstein AG einen hohen Stellenwert hat.
Investitionen für die Zukunft
Die Weichen für die Zukunft sind ebenfalls gestellt. Rund CHF 160.000 wurden 2025 in die Infrastruktur investiert. Dazu gehören die Erneuerung der Außensauna und der Austausch technischer Komponenten. Ein nächstes Projekt steht auch schon auf der Liste: Die Sanierung der Lüftungsanlagen im Untergeschoss, die immerhin seit 1982 in Betrieb sind. Geschäftsführer Sandro Agosti betont, dass Gesundheit, Erholung und Prävention an erster Stelle stehen – und das merkt man dem Heilbad auch an.
Der Wellness-Boom in der Schweiz ist nicht zu übersehen. Immer mehr Menschen legen Wert auf Wellness und Entspannung. Historisch betrachtet, reicht die Badekultur bis zu den Römern zurück, die bereits vor 2000 Jahren in den Aquae Helveticae badeten. Und die Nachfrage wächst: Seit 2020 verzeichnet der Wellness-Sektor jährliche Zuwächse von 15 bis 20 Prozent. In Bergregionen, wo mancherorts der Schnee ausbleibt, ergeben sich durch Thermalbäder und Wellnessangebote neue Perspektiven. Ein Beispiel ist das Grands Bains d’Hérémence im Wallis, das Teil eines gewaltigen Hotelkomplexes ist.
Die Ausblicke für die Zukunft des Appenzeller Heilbads sind also vielversprechend. Mit einem klaren Fokus auf Gesundheit, Nachhaltigkeit und ein vielfältiges Angebot, bleibt das Heilbad ein wichtiger Ort für Erholungssuchende und Fitnessbegeisterte. Wer weiß, vielleicht sehen wir bald noch mehr solcher Rekorde – und das ganz ohne den Stress des Alltags.
