Kreative Fusion in Appenzell: Gauri Malhotra und der Zauber der Textilkunst
Heute ist der 22.06.2026, und in der malerischen Kulisse von Appenzell Ausserrhoden tut sich etwas Spannendes. Gauri Malhotra, eine talentierte Textildesignerin aus Indien, ist gerade mitten in ihrer aufregenden Residency im Rahmen des Programms „TaDa“. Die Abkürzung steht für „Textile and Design Alliance“, und was für eine Chance das für kreative Köpfe ist! Unterstützt von den Ostschweizer Kantonen Appenzell Ausserrhoden, St. Gallen und Thurgau sowie dem Fürstentum Liechtenstein, bietet dieses Kulturförderungsprogramm jährlich sechs „Residents“ die Möglichkeit, drei Monate lang in Arbon zu arbeiten. Ein wahres Eldorado für kreative Ideen!
Die Atmosphäre in Arbon ist einzigartig. Gauri hat das Atelier in einer umgenutzten Damengarderobe auf dem ehemaligen Saurer-Areal bezogen und lässt ihrer Kreativität freien Lauf. Zusammen mit regionalen Textilunternehmen tüftelt sie an neuen Projekten, die mit ihrer Leidenschaft für Handwerkskunst und experimentelles Schaffen verbunden sind. Dabei ist es nicht nur eine Frage des Designs, sondern auch des kulturellen Austauschs. Malhotra hat Textilkunst in Indien studiert und sich in Dänemark und Japan auf Textil- und Stoffinnovationsdesign spezialisiert. Ihre Arbeit ist eine Verbindung aus Tradition und Identität, die sie in einem ganz neuen Licht erstrahlen lässt.
Die Arbeitsweise der Residents
Ein weiterer bemerkenswerter Resident ist Jos Klarenbeek, ein niederländischer Designer, der Mathematik und Design studiert hat. Sein Ansatz, die Schnittstelle zwischen Mathematik, Wissenschaft und Design zu erkunden, bringt eine interessante Dimension in das kreative Geschehen. Klarenbeek hat bereits beeindruckende Arbeiten im Atelier geschaffen, inspiriert von der Kunstgiesserei in St. Gallen. Es ist faszinierend zu beobachten, wie unterschiedliche Disziplinen miteinander verschmelzen, um etwas Neues und Bezauberndes zu kreieren.
Gauri beschreibt ihre Zeit in Arbon als eine Möglichkeit, intuitiv zu arbeiten und neue Energie zu tanken. Sie hat sogar die Pläne, einige ihrer Werke mit Folie zu überziehen, und nimmt dafür eine Gelegenheit bei einer Firma in Thal wahr. Das klingt nach einem spannenden Experiment! Am 25. Juni findet die Werkschau namens „Spinnerei“ in der Kunst Halle in St. Gallen statt, und die Vorfreude ist spürbar. Es ist der krönende Abschluss ihrer Residency, und man kann nur erahnen, welche kreativen Funken dort sprühen werden.
Ein Blick in die Zukunft
Die Resonanz auf solche Programme ist enorm. Sie bieten nicht nur eine Plattform für Künstlerinnen und Künstler, sondern fördern auch den Austausch zwischen verschiedenen Kulturen und Disziplinen. In einer Welt, die sich ständig verändert, sind solche Initiativen von unschätzbarem Wert. Die Verbindung von Tradition und Innovation, das Erforschen der eigenen Identität durch Kunst – das sind Themen, die in der heutigen Gesellschaft immer relevanter werden.
Die kreative Szene in der Ostschweiz zeigt, wie wichtig es ist, Räume für Experimente zu schaffen. Gauri Malhotra und Jos Klarenbeek sind nur zwei Beispiele für die vielen Talente, die durch Programme wie „TaDa“ gefördert werden. Ihre Arbeiten sind einerseits tief in ihren kulturellen Wurzeln verankert, andererseits wagen sie den Sprung in neue, unbekannte Gefilde. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese kreativen Köpfe weiterentwickeln und was sie für die Zukunft der Textilkunst bereithalten.
