In Basel gibt es nicht nur die herrliche Altstadt und die Rheinpromenade, sondern auch spannende Geschichten aus der Wirtschaft, die uns alle betreffen können. Eine dieser Geschichten handelt von einem Cyberangriff, der im Juli auf den Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler verübt wurde. Die Everest Group, eine berüchtigte Gruppe von Cyberkriminellen, hat ein Lösegeld von 10 Millionen Franken gefordert. Das ist kein Pappenstiel! Stadler selbst hat jedoch klipp und klar erklärt, dass sie sich nicht erpressen lassen und jede Zahlung ablehnen.

Der Vorfall hat die Kantonspolizei Thurgau auf den Plan gerufen, die nun die Ermittlungen im Bereich Cybercrime aufgenommen hat. Spannend dabei: Es sind keine sensiblen Daten verloren gegangen, und das IT-System von Stadler ist unbeschädigt geblieben. Die betroffenen Informationen stammen von einem Zulieferbetrieb und sind nicht sicherheitsrelevant. Die Produktion der Schienenfahrzeuge läuft also weltweit ganz normal weiter. Man könnte fast sagen, dass die Züge weiterhin pünktlich und zuverlässig fahren, während im Hintergrund die Ermittlungen laufen.

Cyberkriminalität im globalen Kontext

Der Vorfall bei Stadler ist nicht isoliert zu betrachten. Laut einem Bericht von Sophos haben fast 50 % der Unternehmen weltweit schon einmal Lösegeld an Ransomware-Erpresser gezahlt. In Deutschland sind es sogar 63 %. Der Bericht, der auf einer Umfrage unter 3.400 IT- und Cybersicherheits-Verantwortlichen basiert, zeigt, dass es zwar insgesamt weniger Cyberattacken gab, die Lösegeldzahlungen jedoch gestiegen sind. Das macht nachdenklich!

Die durchschnittliche Lösegeldforderung weltweit liegt bei über 1,3 Millionen US-Dollar. In den verschiedenen Ländern variiert diese Summe stark: In Deutschland beispielsweise sind es rund 600.000 US-Dollar, während in Großbritannien die Zahl bei über 5 Millionen US-Dollar liegt. Die tatsächlichen Zahlungen fallen oft geringer aus als gefordert, was die Situation für viele Unternehmen nicht weniger besorgniserregend macht. Es zeigt, dass der Druck enorm ist, auch wenn die Firmen oft versuchen, dem Erpressungsversuch zu entgehen.

Ursachen und Empfehlungen

Aber was steckt hinter all diesen Angriffen? Eine der häufigsten technischen Ursachen sind ausgenutzte Schwachstellen, die weltweit in 40 % der Fälle festgestellt wurden. Hier sind viele Unternehmen gefordert, ihre Sicherheitsvorkehrungen zu überdenken. Sophos empfiehlt, grundlegende Ursachen für Angriffe zu beseitigen und sicherzustellen, dass alle Endgeräte mit Anti-Ransomware-Schutz ausgestattet sind. Das klingt nach einem soliden Plan, oder?

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Es ist klar, dass die Cyberkriminalität ein wachsendes Problem darstellt, das nicht nur große Firmen, sondern auch kleinere Unternehmen betrifft. Die Geschichten von Stadler und anderen Firmen sind nicht nur Schlagzeilen – sie sind ein Weckruf für alle, die sich mit der digitalen Welt auseinandersetzen. Ein bisschen mehr Vorsicht und Wachsamkeit kann nicht schaden, gerade in unserer vernetzten Welt!